Tagung Mehrsprachigkeit und PädagogInnenbildung

Individuelle und damit auch gesellschaftliche Mehrsprachigkeit sind mittlerweile der Regelfall. Aber sind die Bildungsinstitutionen und ihr Personal dafür schon fit?

Wir haben die Konferenz zu „Mehrsprachigkeit und PädagogInnenbildung. Zugang-Curricula-Praxis“, am 9. und 10. März bereits avisiert, mit:
* Vorträgen
* sieben Workshops (Anmeldung erforderlich!) und
* abschließender Replik
Jetzt steht das detaillierte Programm – 20160309_Einladung Konferenz Mehrsprachigkeit!

Melden sich sich direkt auf den Seiten der AK Wien bis 2. März an.
Veranstaltungsort: Bildungszentrum der AK Wien

Die Konferenz ist eine eine Kooperationsveranstaltung der AK Wien, der Pädagogischen Hochschule Wien, Stadtschulrat Wien, Universität Wien, der VHS Wien und des Netzwerk SprachenRechte.

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Pause/n/Sprache/n: Zu Sprachenverboten und unserer Diskussion mit Verantwortlichen in der Steiermark

Zu Sprachenverboten und unsere Diskussion mit Verantwortlichen in der Steiermark.

Die Erziehungswissenschaftlerin Ursula Neumann sagt, in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse darauf angesprochen was sie von der „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ in Oberösterreich hält,

„Ich halte es nicht nur für großen Blödsinn, sondern auch für diskriminierend und schädlich. Blödsinn ist es, weil Kinder auf dem Schulhof ohnehin nicht das Deutsch lernen, das sie im Unterricht brauchen. Schädlich ist es, weil man den Schülern zeigt, dass man ihnen einen Teil ihrer Persönlichkeit, nämlich eine andere Sprache zu sprechen, verbieten kann. Ein Verbot kann allenfalls auf einer sozialen Ebene wirken. Denn man kann durch Sprache Gesprächspartner ein- beziehungsweise ausschließen.“

Mit ähnlicher Haltung gehen die Verantwortlichen in Wien daran: Der erst vor kurzem eingesetzte Stadtschulratpräsident Czernohorszky möchte „den Kindern keinesfalls das Wort verbieten“, sagt er gegenüber der Tageszeitung Die Presse.

In der Steiermark denkt man da anders. Und laut darüber nach zu empfehlen, Pausengespräche in der Unterrichtssprache zu führen, so berichtet der Standard und so bestätigt es auch Elisabeth Meixner als Landesschulratspräsidentin gegenüber der Kronen Zeitung.
Das Netzwerk SprachenRechte wird nicht müde aufzurufen, von solch diskriminierender Praxis abzusehen. Und verfasst einen entsprechenden Aufruf – bereits im November 2015 an Oberösterreich gerichtet – gerne auch noch einmal an die Verantwortlichen in der Steiermark.
Zum Download: 20160215-verbal:NWSR_Steiermark-Schulsprache

20160310-verbal-NWSR_Antwort-LSR-Meixner – ergänzender Kommentar des Netzwerkes und Verbal, bezugnehmend auf das Antwortschreiben vom 24.2.2016 von Landesschulrätin Meixner

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AVISO Tagung

Individuelle und damit auch gesellschaftliche Mehrsprachigkeit sind mittlerweile der Regelfall. Aber sind die Bildungsinstitutionen und ihr Personal dafür schon fit?

Anfang März findet im Bildungszentrum der AK Wien eine 2tägige Veranstaltung statt, die den Fokus auf die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit in der Ausbildung von KindergartenpädagogInnen über VolkschullehrerInnen bis zu SprachlehrerInnen in der Erwachsenenbildung setzt.
Es werden u.a zwei neue aktuelle Studien präsentiert, die untersucht haben,

  • inwieweit Mehrsprachigkeit in den Lehrplänen der PädagogInnen-Ausbildungen ein Thema ist,
  • was die PädagogInnen, die zur Zeit an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden, selbst an Sprachenpotenzial mitbringen.

In sieben verschiedenen Workshops werden Best Practice-Modelle aus der Volksschule (u.a. das „Sprachenatelier“, das Projekt „My Literacies“ oder das schwedische Modell zur Integration von Flüchtlingskindern), BHS („Potentialklassen“) und Erwachsenenbildung (Diversität in der Basisbildung, „Teach Languages“) präsentiert.

Am abschließenden Podium wird die „Sprachliche Diskriminierung in Aufnahmeverfahren“ diskutiert.
Veranstaltungsdatum: 9. bis 10. März 2016
Veranstaltungsort: Bildungszentrum der AK Wien

Eine Kooperationsveranstaltung der AK Wien, Netzwerk SprachenRechte, der Pädagogischen Hochschule Wien, Stadtschulrat Wien, Universität Wien und VHS Wien.

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Isoliert – Integriert – Inkludiert

Ursula Neumann wird am 28. Jänner auf Einladung von BildungGrenzenlos an der Universität Wien über das Thema Sprachförderung referieren (18.00 Uhr, Hörsaal 34).

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nachbestmöglicher Sprachförderung für SeiteneinsteigerInnen, sprich SchülerInnen, die ohne Deutschkenntnisse ins österreichische Schulsystem eintreten.
Im Anschluss an den Vortrag von Ursula Neumann wird es eine Podiumsdiskussion geben.

20160128_Einladung_Seiteneinsteiger_innen

Sprachförderung: „Deutschpflicht in Pause ist schädlich“, Artikel in Die Presse, vom 27.1.2016

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650 Kelime im Votivkino

www.650woerter.de

650 Wörter, Kelime, Words

Das Thema  „Sprachanforderungen und Familiennachzug“ im Dokumentarfilm von Martina Priessner
am 2. März 2016 von 9.30 bis 11 Uhr im Votivkino Wien.

Anschließend an die Filmvorführung findet ein Publikumsgespräch unter Anwesenheit der Dokumentarfilmerin*) statt mit:

Inci Dirim, Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Uni Wien
Rudi de Cillia, Professor für Angewandte Sprachwissenschaft an der Uni Wien
Karen Schramm, Professorin für Deutsch als Fremdsprache an der Uni Wien
Nicola Kraml, Leiterin des Sprachenzentrums der Universität Wien
Johannes Peyrl, Arbeiterkammer Wien
Moderation: Hans-Jürgen Krumm, Uni Wien

*) Martina Priessner ist Dokumentarfilmemacherin, die in Berlin und Istanbul lebt, und seit vielen Jahren zur Deutsch-Türkischen Migration arbeitet.  2010 realisierte sie den Dokumentarfilm Wir sitzen im Süden, der für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2013 entstand der Found-Footage-Film Everyday I’m çapuling über die Gezi-Park-Proteste in Istanbul. Von 2008 bis 2010 arbeitete sie am Ballhaus Naunynstraße in Berlin als Dramaturgin und Kuratorin. In dieser Zeit kuratierte sie u.a. den Theaterparcours Kahvehane – Turkish Delight, German Fright? Anatolische Kaffeehäuser in Kreuzberg and Neukölln. Sie hat Stipendien von Nipkow, DEFA und der Kulturakademie Tarabya erhalten. Zuletzt hat sie als IPC-Mercator Fellow von September 2014 bis August 2015 am Istanbul Policy Center zu Sprache und Migration gearbeitet und den Film 650 Wörter realisiert.

Weiterführende Informationen:
20160302_Einladung-650Woerter
www.650woerter.de

Eine Veranstaltung vom Fachbereich DaF/DaZ, Institut für Sprachwissenschaften der Universität Wien, Verband für Angewandte Linguistik, ÖDaF, Arbeiterkammer Wien und Netzwerk SprachenRechte. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

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