Pause/n/Sprache/n: Zu Sprachenverboten und unserer Diskussion mit Verantwortlichen in der Steiermark

Zu Sprachenverboten und unsere Diskussion mit Verantwortlichen in der Steiermark.

Die Erziehungswissenschaftlerin Ursula Neumann sagt, in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse darauf angesprochen was sie von der „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ in Oberösterreich hält,

„Ich halte es nicht nur für großen Blödsinn, sondern auch für diskriminierend und schädlich. Blödsinn ist es, weil Kinder auf dem Schulhof ohnehin nicht das Deutsch lernen, das sie im Unterricht brauchen. Schädlich ist es, weil man den Schülern zeigt, dass man ihnen einen Teil ihrer Persönlichkeit, nämlich eine andere Sprache zu sprechen, verbieten kann. Ein Verbot kann allenfalls auf einer sozialen Ebene wirken. Denn man kann durch Sprache Gesprächspartner ein- beziehungsweise ausschließen.“

Mit ähnlicher Haltung gehen die Verantwortlichen in Wien daran: Der erst vor kurzem eingesetzte Stadtschulratpräsident Czernohorszky möchte „den Kindern keinesfalls das Wort verbieten“, sagt er gegenüber der Tageszeitung Die Presse.

In der Steiermark denkt man da anders. Und laut darüber nach zu empfehlen, Pausengespräche in der Unterrichtssprache zu führen, so berichtet der Standard und so bestätigt es auch Elisabeth Meixner als Landesschulratspräsidentin gegenüber der Kronen Zeitung.
Das Netzwerk SprachenRechte wird nicht müde aufzurufen, von solch diskriminierender Praxis abzusehen. Und verfasst einen entsprechenden Aufruf – bereits im November 2015 an Oberösterreich gerichtet – gerne auch noch einmal an die Verantwortlichen in der Steiermark.
Zum Download: 20160215-verbal:NWSR_Steiermark-Schulsprache

20160310-verbal-NWSR_Antwort-LSR-Meixner – ergänzender Kommentar des Netzwerkes und Verbal, bezugnehmend auf das Antwortschreiben vom 24.2.2016 von Landesschulrätin Meixner

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